Saisonstart der jüngsten und ältesten SG-Turnerinnen

Bild: WTB-Mannschaft: v.l. Ines Bachnick, Helena Sommer, Nicola Kemmerling und Andrea Wiesner

Neue Turnelemente trainieren, Übungen auswendig lernen und viel Trainingsfleiß. Der Monat April stand bei den Leistungsturnerinnen der SG Coesfeld 06 ganz im Zeichen des Saisonauftakts.

Für die „großen“ Turnerinnen startete eine neue Saison der Mannschaftswettkämpfe in der Liga des Westfälischen Turnerbundes. Der erste von drei Wettkämpfen in der diesjährigen Landesliga 1 wurde in Rheda-Wiedenbrück ausgetragen. Die Mädchen starteten an diesem Sonntagmorgen gut in den Wettkampf. Am Boden und Sprung turnten sie sich in das vordere Mittelfeld. Ein kleiner aber sehr unglücklicher Fehler am Stufenbarren führte leider zu einer Sturzwertung und heimste den Coesfelderinnen einen Punkt Abzug ein. Am Schwebebalken lief es dann so überhaupt nicht mehr wie geplant. Die viele Abgänge an diesem letzten Wettkampfgerät sorgten für ordentlichen Punktabzug in der Mannschaftswertung. Das war nicht mehr auszugleichen. In der Siegerehrung zeigte sich, dass die Stürze am Schwebebalken und Stufenbarren der Mannschaft in der Endwertung drei Plätze gekostet hatten. Ein Ergebnis mit bitterem Beigeschmack: Eine Platzierung im Mittelfeld der Landesliga 1 wäre möglich gewesen.

Im Mai werden die Coesfelderinnen erneut für die SG Coesfeld bei ihrem zweiten Wettkampf in Sendenhorst an die Turngeräte gehen.

 

Eine Woche später stand für die jüngsten Turnerinnen der Coesfelder Turnleistungsriege die Gaueinzelmeisterschaften des Turngau Münsterland in Dülmen an. Ein großer Wettkampf mit einem Teilnehmerfeld von 250 Turnerinnen startete in verschiedenen Altersgruppen. Für die SGlerinnen eine gute Möglichkeit um Wettkampferfahrung zu sammeln. Vormittags starteten Lina Djibo, Kathrin Thier, Viktoria Bergmann, Leni Wiesmann, Nele Schulke und Mira Hohoff an die Geräte. Die Turnerinnen konnten gute Leistungen zeigen und schafften es sogar mehrmals Prämieren an einzelnen Geräten zu turnen: Turnelemente welche beim Training oft Schwierigkeiten und Stürze brachten wurden fehlerfrei geturnt. Erstmals turnten alle Mädchen eine Überschlag über das Sprungpferd. Vor allem Lina, Leni, Kathrin und Viktoria zeigten an diesem Tag ihren Kampfgeist.

Das große Teilnehmerfeld zeigte sich am Vormittag vor allem bei Mira und Nele . 40 Mädchen ihrer Altersklasse gingen an den Start. Mira belegte den 14. Platz und kämpfe sich somit vor fast zwei Drittel der Turnerinnen. Nele konnte sich in ihrer Altersklasse gegen alle 39 Turnerinnen durchsetzten: Platz 1!

Leana Tropmann und Katarina Bergmann starteten nachmittags. Unterstützt von ihren gleichaltrigen Turnkameraden und mitgereisten älteren Turnerinnen. In ihrer Altersklasse waren 43 weitere Turnerinnen gemeldet. Besonders die Boden- und Reckübungen präsentierten beide fast fehlerfrei. Super Leistungen trotz des langen Wettkampftages.

Ein großes Lob vom Trainerteam an alle Turnerinnen und ein Dank an die mitgereiste Kampfrichterin: Frieda Bethke

Bild: Gaueinzelmeisterschaften v.l. Kathrin Thier, Viktoria Bergmann, Leana Tropmann, Mira Hohoff, Nele Schulke, Katarina Bergmann, Leni Wiesmann und Lina Djibo mit Betreuer und Trainer Kim Malinowski und Andrea Wiesner

Mit guten Platzierungen kehrten die SG Turnerinnen von den Münsterlandmeisterschaften zurück. Dieser Wettkampf sollte genutzt werden um neu erlernte Elemente im Wettkampf zu testen, was in den meisten Fällen schon sehr gut gelang. Für Mira Wegs,  Ida Stemmann und Tine Rosing war es der erste Einzelwettkampf im Kürbereich, entsprechend groß war die Nervosität.

Auf dem Bild sind hinten von links nach rechts ich und Mira Wegs und vorne Ida Stemmann und Tine Rosing.

Im Wettkampf der 12 jährigen startete Ida als jüngste Turnerin für die  SG. Gleich am ersten Gerät dem Schwebebalken präsentierte sie sich in Top Form. Ihre sicher vorgetragene Übung, in der sie erstmalig den Bogengang rückwärts zeigte, wurde von den Kampfrichtern mit Platz 1 an diesem Gerät belohnt. Auch am Sprung und Boden zeigte sie sehr saubere Übungen. An ihrem letzten Gerät dem Stufenbarren musste sie leider zwei Stürze hinnehmen. Dennoch kann sie mit Platz 8 bei ihrem ersten Wettkampf auf diesem Niveau mehr als zufrieden sein.

Mira Wegs bestach an diesem Tag durch herausragende Leistungen.  Mit eleganten Übungen an allen vier Geräten wusste sie die Kampfrichter zu überzeugen. Mit ihrem Handstandüberschlag am Sprung erzielte sie die beste Wertung des Tages. Und auch am Boden konnte sie mit spektakulärer Akrobatik wie der Verbindung Radwende Flick Flack Salto rückwärts überzeugen. Nach einem fehlerfreien Wettkampf freute sich Mira über den verdienten 3. Platz.

In der Altersklasse 14 stellte sich Tine der starken Konkurrenz. Der Höhepunkt ihres Wettkämpfe war sicherlich ihre Stufenbarrenübung. Hier turnte sie ein Flugelement vom unteren zum oberen Holm, was in dieser Wettkampfklasse noch sehr selten gezeigt wird. Auch am Sprung und Boden präsentierte sie souveräne Leistungen. Leider kam sie am Balken nicht ganz fehlerfrei durch ihre Übung, sodass sie wichtige Punkte verlor. In der Endabrechnung hieß es für Tine Platz 10.

In der höchsten Leistungsklasse des Wettkampfes ging Anika Brüske den Start. Aufgrund einer Fußverletzung konnte sie lediglich am Schwebebalken und Stufenbarren antreten. An letzterem  zeigte sie erfolgreich ihre neu erlernten Riesenfelgen, womit sie ihr persönliches Ziel für den Wettkampf erreicht hat.

Nach diesem erfolgreichen Saisonstart gehen die Mädels mit neuer Motivation ins Training. Der Fokus wird hier darauf liegend, ihre Übungen mit schwierigeren Elementen aufzuwerten, um für die bevorstehende Ligasaison gewappnet zu sein.

Der erste Heimwettkampf der Verbandsligaturner der Sportgemeinschaft Coesfeld 06 war erwartungsgemäß mehr als spannend. Die Zuschauer bekamen einen echten Turn-Krimi geboten. Dazu gehörte, dass erst mit dem letzten Turner der Gäste die Entscheidung fiel.

Das Bild zeigt die erfolgreiche Verbandsligamannschaft der Sportgemeinschaft Coesfeld 06. v.l.n.r. Winfried Wache (Heimkampfrichter), Mustafa Rahimi, Florian Wein-Kleinschnitker, Simon Sandscheper, Vitali Züch, Joachim Hillers, Tim Jakob, Alexander Sueck, Jannik Voss, Volker Kraft (es fehlt Koray Aktas) unten  Tobias Lenfert und Ulrich Rickert (Trainer)
 

Auf Seiten der Coesfelder war die Freude riesengroß. Lange Gesichter machten die Gäste aus Gleidorf, die ihren Vorsprung vor dem abschließenden Gerät nicht verteidigen konnten.

Die Coesfelder begannen  das Bodenturnen mit lediglich drei Akteuren und mussten daher ohne Streichwertung auskommen. Die erturnte Gesamtpunktzahl von 37,80 Punkten konnte die Geräteniederlage (Gleidorf 38,30 Punkte) nicht verhindern. Am Pauschenpferd setzten sich die Gastgeber durch. Mit 35,10 Punkten zu 34,60 Punkten stand es nach dem zweiten Geräte unentschieden (72,90 Punkte). An den Ringen lieferten sich beide Mannschaften erneut ein Kräftemessen auf Augenhöhe. Mit lediglich 0,60 Punkten sicherten sich die Coesfelder weitere 2 Gerätepunkte. Jannik Voss turnte erstmals seinen Strecksalto rückwärts mit einer ganzen Längsachsendrehung in den sicheren Stand.

Am Sprung  ging es noch enger zur Sache. Beide Mannschaften ersprangen exakt die gleiche Punktzahl (34,00 Punkte).  Die lediglich drei Springer für die Coesfelder Simon Sandscheper, Jannik Voss und Florian Wein-Kleinschnitker brachten ihre Tsukahara  in den Stand.

Das Barrenturnen verloren die Hausherren unerwartet. Mit 35,90 Punkte zu 37,50 Punkte erturnten sich die Sauerländer die beiden Gerätepunkte. Vor dem abschließenden Reckturnen lagen die Gäste exakt einen Punkt vor den Coesfeldern. Die Zitterpartie am Hochreck nahm dann ihren Lauf. Joachim Hillers ging als Erster an Gerät und turnte seine Übung  gekonnt durch. Anschließend  ging Simon Sandscheper an die Stange und präsentierte eine tolle Übung. Die Gleidorfer schwächelten bei ihren Übungen und der Vorsprung wurde immer kleiner. Nun ging Vitali Züch ans Gerät. Sein Flugelement hing er sicher und auch sämtliche Drehungen liefen wie geschmiert. Wie vorher besprochen, setzte Vitali auf volles Risiko. Der Abgang, der Doppelsalto, musste in den Stand gebracht werden; und das machte Vitali! Mit einer Gesamtpunktzahl von 213,10 Punkten zu 210,90 Punkten erturnten sich die Turner der SG 06 damit ihren zweiten Sieg in der laufenden Verbandsligasaison.

Am kommenden Samstag tragen die Turner der Sportgemeinschaft Coesfeld 06 ihren ersten Heimwettkampf der Verbandsligasaison 2018 aus. Bereits um 14:00 Uhr (Schulzentrum Halle 1) geht es an die Geräte. Gegner wird die starke SG Gleidorf/Langenei aus dem Sauerland sein. Die im ersten Wettkampf erturnten Punktzahlen (SG Gleidorf/Langenei 107,30 Pkt. / SG Coesfeld 06 108,80 Punkte) lassen auf einen spannenden Wettkampf auf Augenhöhe schließen. Der Eintritt ist wie immer frei, für das leibliche Wohl wird gesorgt. Über eine rege Zuschauerunterstützung würden sich die Turner freuen!

Das Bild zeigt Simon Sandscheper, einer der eifrigsten Punktesammler, beim Wiederfassen der Reckstange nach seinem Flugelement am Hochreck.

 

Coesfeld.  Unter  mehr als  schwierigen  Rahmenbedingungen  in  der Vorbereitungsphase fuhren die Turner der SG 06 mit sehr gemischten Gefühlen zu ihrem ersten Verbandsliga-Wettkampf nach Lünen.

Die Verbandsliga-Turner der SG Coesfeld 06: Stehend von links: Ullrich Rickert (Trainer) Simon Sandscheper, Volker Kraft, Winfried Wache (Heimkampfrichter) Vitali Züch, Joachim Hillers, Alexander Sueck, Jannik Voss; vorn von links: Florian Wein-Kleinschnitker, Mustafa Rahimi, das Geburtstagskind mit Torte, und Tim Jakob. Es fehlt: Koray Aktas.

Nicht nur die wochenlangen grippalen Ausfälle insbesondere der jüngeren Turner machten ein vernünftiges kontinuierliches Training nahezu unmöglich.

Zudem kam dann noch die kurzfristige verletzungsbedingte Absage von Koray Aktas hinzu. Damit fehlten die beiden besten Ringeturner der Coesfelder, da Jari Aktas seine aktive turnerische Laufbahn in der Liga beendet hat.

Die Coesfelder begannen ihren Wettkampf am Boden. Hier zeigten Tim Jakob (12,30 Pkt.) und Mustafa Rahimi, der seinen ersten LigaWettkampf (12,35 Pkt.) absolvierte, sehr ansprechende Leistungen. Florian Wein-Kleinschnitker und Alexander Sueck steckte noch mehr als sichtbar die Grippe in den Knochen. Dennoch wurde das Gerät mit 36,35 Punkten zu 35,85 Punkte knapp gewonnen.

Am Pauschenpferd überzeugten Alexander Sueck (10,75 Pkt.) und Simon Sandscheper (11,75 Pkt.) mit ihren Übungen. Mit 10,55 Pkt. konnte Vitali Züch, trotz eines Absteigers, eine Geräteniederlage verhindern (33,60 Pkt. zu 31,20 Punkte).

An den Ringen gingen die Coesfelder mit lediglich drei Turnern ans Gerät. Und die meisterten ihre Aufgabe mit Bravour! Tim Jakob (10,65 Pkt.), Jannik Voss (11,40 Pkt.) und Florian Wein-Kleinschnitker (11,75 Pkt.) konnten dennoch die Geräteniederlage nicht verhindern.

Mit einer Powerübung und der Punktzahl von 14,45 Punkten entschied der Kamener Daniel Olenberg das Gerät nahezu allein für die Gastgeber.

Am Sprungtisch zogen alle vier Coesfelder ihre Tsukaharas durch. Hier wären bei besseren Landungen weitaus höhere Punktzahlen drin gewesen. Die Gerätepunkte gingen einmal mehr an die Gäste (34,05 Pkt. zu 32,15 Pkt.). Mit einem knappen Vorsprung von lediglich 1,80 Punkten (136,00 Pkt. zu 138,80 Pkt.) ging es zum Barren. Hier erturnten sich die Coesfelder eine Vorentscheidung. Tim Jakob (11,50 Pkt.), Jannik Voss (12,60 Pkt.), Florian Wein-Kleinschnitker (12,10 Pkt.) und Simon Sandscheper (12,05 Pkt.) bauten den Vorsprung auf 4,35 Punkte aus.

Beim abschließenden Reckturnen ließen die Coesfelder nichts mehr anbrennen. Auch dieses Gerät gewannen sie mit 36,95 Pkt. zu 33,85 Pkt. überlegen.

Die ersten Meisterschaftspunkte sicherten sich die SG´ler mit einer Gesamtpunktzahl von 208,40 zu 197,15 Punkten.

„Da ist noch eine gewaltige Steigerung nach oben möglich. Bleibt nur zu hoffen, dass sich bis zum nächsten Wettkampf am 3. März 2018 in Coesfeld gegen die starke SG Gleidorf/Langenei die krankheitsbedingten Ausfälle in Zaum halten“, resümierte SG-Trainer Ulrich Rickert.

Nachdem die Mädchen der SG Coesfeld 06 schon am vergangenen Wochenende beim Nikolauswettkampf in Ladbergen turnten, ging es für die Jungen der Nachwuchsgruppe am 2. Advent nach Gelsenkirchen.  Sechs Jungs gingen in den Jahrgängen 2009-2010 (Farin Janowski, Finn Kleinschnitker, Vincent Werenbeck-Ueding) und 2011-2012 (Danil Bitter, Lian Kühn, Max Gaar) an den Start.

von rechts nach links
Trainerteam Jennifer Rickert und Kudret Aydin ,Vincent Werenbeck-Ueding, Farin Janowski, Danil Bitter, Lian Lühn, Finn Kleinschnittker, Max Gaar

Hoch motiviert und mit zahlreicher Unterstützung von Eltern und Geschwistern war es für die meisten von ihnen ihr erster Wettkampf. Los ging es am Reck, an dem alle ihre Leistungen abrufen konnten und schöne Übungen präsentierten. Danil zeigte eine im Vergleich zum Training stark verbesserte Übung und konnte so kräftig punkten. Auch Lian konnte hier fast die volle Punktzahl erreichen. Am nachfolgenden Sprung konnten die guten Leistungen bestätigt werden. Max zeigte, dass Turner ziemlich schmerzfrei sind. Nach einem Schlag in den Nacken beim ersten Sprung, trat er trotzdem direkt zum zweiten Sprung an. Und auch Vincent zeigte zwei schöne Sprünge, mit denen er ordentlich Punkte sammelte. Der Boden erwies sich im Gegensatz dazu als das schwächste Gerät für alle. Trotzdem konnte Finn mit seinem schönen Handstand am Boden noch etwas Erfreuliches mitnehmen. Das letzte Gerät war der Barren. Hier glänzte vor allem Farin, der 13,6 von 14,00 möglichen Punkten erturnte. Nach dem Wettkampf wurde mit großer Spannung die Siegerehrung sowie der Nikolaus erwartet. Mit vier Podestplätzen, davon ein Erster, zwei Zweite und ein Dritter sowie zwei fünften Plätzen konnte ein super Gesamtergebnis eingefahren werden. Mit vielen Eindrücken und zufriedenen Gesichtern ging es zurück nach Coesfeld.

Nachwuchsturner erturnen sich die Meisterschaft

In Coesfeld wurde der letzte Turnwettkampf des Jahres ausgetragen. Sechs Nachwuchsmannschaften gingen an die Geräte, um den Münsterland-Cup auszutragen. Den Zuschauer in der aus allen Nähten platzenden Jakobi-Sporthalle wurden schöne Übungen der jungen Nachwuchsturner präsentiert.

Foto: (v.l.n.r.)  Tobias Lenfert (Trainer), Leon Lüth, Lennart Mecking, Mustafa Rahimi, Lasse Lütke-Brochtrup, Mika Lüth, Martin Gunt, Gerrit Wichtrup, Ulrich Rickert (Trainer), Mattis Lütke-Brochtrup (es fehlt Trainer Daniel Böggering).

Es entwickelte sich schnell ein spannender Wettkampf. Der Gastgeber und die Mannschaften vom SUS Stadtlohn und der KTS Mettingen turnten auf Augenhöhe. Immer wieder wechselte die Führung nach den einzelnen Geräte-Durchgängen. Die Coesfelder starteten an den Ringen und gingen mit 0,3 Punkten leicht in Führung. Diese wurde beim Bodenturnen jedoch nicht gehalten, Mettingen zog vorbei. Beim Pauschenpferd gewann Stadtlohn zwar die Gerätewertung, die Gesamtführung ging erneut an die SG Coesfeld 06. Am Königsgerät, dem Reck, ist es erwartungsgemäß schwierig hohe Punktzahlen zu erturnen. Nun zog Stadtlohn vorbei. Am Sprung war der Wettkampf relativ ausgeglichen. Ausschlaggebend wurde nun das abschließende Barrenturnen. Die sehenswerten Vorträge der Coesfelder wurden vom Kampfgericht entsprechend belohnt. Mit beachtlichen 34,30 Punkten wurde nicht nur das Barrenturnen deutlich gewonnen, sondern auch der Wettkampf entschieden. Für die jungen Turner nebst Trainer war die Freude über den nicht erwarteten Gesamtsieg groß. Das ist der richtige Ansporn für die nächste Saison

SG-Nachwuchsturnerinnen kämpfen sich auf Treppchen.

Am vergangenen Samstag nahmen die Nachwuchsturnerinnen mit viel Freude und Erfolg am Nikolauswettkampf in Ladbergen teil. Die acht- und neunjährigen Turnerinnen Nele Schulke, Katarina Bergmann und Leana Tropmann präsentierten ihre Turnübungen souverän an den vier Turngeräten, Boden, Bock, Reck und Balken.

v.l.: Nele Schulke, Leana Tropmann, Katarina Bergmann

Leana zeigte an ihrem Paradegerät, dem Reck eine fehlerfreie Übung, wofür sie mit voller Punktzahl belohnt wurde. Insgesamt konnte sie sich über den 3. Treppchenplatz freuen. Ihre Turnkollegin Nele erkämpfte sich in einem großen Teilnehmerfeld Platz 4. Sie freute sich besonders über ihre gut gelungene Bodenübung. Als neuestes Teammitglied ließ Katarina sich von ihren Mitstreiterinnen nichts vormachen. Am Reck erhielt sie 14,4 von 15 Punkten. Unterstützt und begleitet wurden die drei Mädchen von ihrer Trainerin Kim Malinowski, Kampfrichterin Frieda Bethke und mitgereisten Turnkollegin Johanna Pahls. Leider konnte Mira Hohoff in diesem Jahr aus gesundheitlichen Gründen nicht am Wettkampf teilnehmen. Sie wird aber sicherlich im nächsten Jahr die Mannschaft mit ihrem Können wieder gut unterstützen können.

 

Am vergangenen Wochenende beendete die 1. Mannschaft der SG Coesfeld 06 die diesjährige Turnsaison in der WTB-Liga.

Hinter Ines Bachnick, Nicola Kemmerling, Helena Sommer, Jennifer Wilkens, Jessica Reckmann, Andrea Wiesner und Trainer und Betreuerin Sinje Sauer liegt ein sehr durchwachsenes Jahr.

Bild: v.l. Sinje Sauer, Jennifer Wilkens, Helena Sommer, Andrea Wiesner.

Vor drei Jahren hatte sich die Mannschaft neu aufgestellt. Turnkolleginnen konnten aufgrund des Studiums und der räumlichen Entfernung nicht mehr in der sehr leistungsstarken 1. Mannschaft aktiv mitturnen. Um die personelle Lücke zu schließen, wechselten Turnerinnen aus der damaligen 2. Mannschaft und komplementierten so das Team für die WTB-Liga. „Das die Zeit in der Oberliga und später in der Verbandsliga nicht einfach wird war uns klar. Die Anforderungen sind enorm und der Schwierigkeitsgrad der geforderten Turnelemente ist hoch.“, so Turnerin Nicola. Sie reist derweilen bis zu viermal im Jahr für die Liga-Wettkämpfe aus ihrem Studiumsort Chemnitz an und unterstützt die Mannschaft damit enorm. „Leider hatten wir immer wieder Probleme die Mannschaft personell für die Wettkämpfe gut aufzustellen. Terminüberschneidungen bei den Turnerinnen und kurzfristige gesundheitliche Ausfälle zerrten an der Mannschaftsleistung in den Wettkämpfen.“ blickt Sinje Sauer zurück.

In der kommenden Saison werden die Turnerinnen nun in der Landesliga 1 starten. Sie schauen zuversichtlich der Turnsaison 2018 entgegen. „Die Anforderungen sind für uns nun erreichbarer. In der Landesliga bestehen wieder bessere Chancen. Auch wenn es im Training vermutlich nicht einfacher werden wird.“, Ines Bachnick. Ines spricht damit den bevorstehenden Ausfall der Trainerin und Betreuerin Sinje an. Sie wird für ein halbes Jahr eine Auslandsreise machen und in der kommenden Saison die Mannschaft nicht trainieren und betreuen können.

In der Zeit bis zum Start der neuen Saison werden nun gemeinsam mit Kampfrichterin Katja Kühler die Pflichtelemente für die Landesliga 1 studiert und trainiert. Im Frühjahr 2018 geht es dann für die Mannschaft wieder an die Wettkampfgeräte.

 Die erfolgreiche Verbandsligamannschaft der SG Coesfeld 06. Von links nach rechts (hintere Reihe) Joachim Hillers, Jannik Voß, Tim Jakob, Koray Aktas, Volker Kraft, Jari Aktas Vordere Reihe Ulrich Rickert, Simon Sandscheper, Vitali Züch, Alexander Sueck, Florian Wein-Kleinschnitker und Ersatz Heimkampfrichter Heinz Koschel. Es fehlen Winfried Wache (Heimkampfrichter) und Pablo Navarro.

Die Turner der Sportgemeinschaft Coesfeld 06 fuhren als Außenseiter nach Ostwestfalen, um ihren vorletzten Verbandsligawettkampf zu absolvieren. Durch ihren klaren Sie im Heimwettkampf gegen den TV Plettenberg war der Druck auf Coesfelder Seite etwas genommen.

Gastgeber waren die Turner der Turnhochburg Leopoldshöhe, die jahrelang in der ersten und zweiten Bundesliga vertreten waren. In den Wettkämpfen der letzten Jahre konnten sich, wenn auch teilweise sehr knapp, immer die Ostwestfalen durchsetzen.

Für die Coesfelder Turner war eigentlich klar, dass nur bei einem optimalen Wettkampf in Leopoldshöhe etwas zu machen war. Doch bereits am Boden ließen die Coesfelder völlig unnötig den einen oder anderen Punkt liegen. Mit einem Rückstand von 0,8 Punkten (39,1 zu 39,8 Punkte) ging es zum Pauschenpferd. Auch hier lief es alles andere als glücklich für die Coesfelder. Lediglich Vitali Züch (12,7 Punkte) turnte seine Übung souverän durch und konnte damit die Geräteniederlage (34,3 zu 34,9 Punkte) etwas eingrenzen. Nun galt es an den Ringen den Rückstand von 1,3 Punkten aufzuholen. Die Coesfelder trugen allesamt ihre Übungen gekonnt vor. Insbesondere Koray Aktas glänzte mit 14,3 Punkten an den Ringen. Nach der Hälfte des Wettkampfes lagen die Coesfelder jetzt sogar mit 0,8 Punkten in Führung (111,0 zu 110,2 Punkte). Am Sprungtisch zeigten die Gastgeber erwartungsgemäß ihre enorme Sprungstärke. Das Gerät gewann der Gastgeber mit 36,9 zu 34,5 Punkten. Daran konnten auch die beiden Tsukaharas von Florian Wein-Kleinschnitker und Alexander Sueck nichts ändern. Für Alexander war es der erste Tsukahara in einem Wettkampf! Nach diesem Gerät hatten die Gastgeber wieder die Nase mit 1,6 Punkten vorn (145,5 zu 147,1 Punkte). Das Barrenturnen brachte die eigentliche Vorentscheidung. Auch hier ließen die Leopoldshöher nichts anbrennen. Trotz guter Übungen der Coesfelder konnten die Ostwestfalen ihren Vorsprung auf 3,6 Punkte (181,6 zu 185,2 Punkte) ausbauen. Damit war der Wettkampfausgang so gut wie entschieden, zumal der erste Coesfelder Turner beim abschließenden Reckturnen direkt beim Übungsbeginn bei seinem Flugteil unglücklich das Gerät verlassen musste. Dass die Turner aus Leopoldshöhe diese Steilvorlage nicht annahmen war völlig unverständlich. Sie patzten bei ihren Übungen mehrfach, wobei die weiteren drei Coesfelder Turner Simon Sandscheper, Vitali Züch und Joachim Hillers ihre Übungen nahezu perfekt vortrugen. Der zweite Gerätesieg (34,5 zu 30,7 Punkte) brachte die Entscheidung. Mit einer Gesamtpunktzahl von 216,1 zu 215,9 Punkte gewannen die Coesfelder Turner sensationell den Wettkampf. Am kommenden Samstag geht es dann erneut nach Ostwestfalen. In Paderborn wird der gemeinsame Finalwettkampf ausgetragen. Sämtliche Landesliga- und Verbandsligawettkämpfe werden ihre Paarungen gleichzeitig austragen. Die Coesfelder müssen gegen den Absteiger aus der Oberliga, der KTV Iserlohn, antreten. Ein wieder schwieriger Wettkampf, zumal mit Jari Aktas und Vitali Züch zwei Leistungsträger fehlen werden.