Sonntag, 05. Februar 2012
 
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Die SG-Oberligamannschaft 2009

      Zufrieden mit dem Saisonverlauf

Auch wenn es für die Turner der SG 06 in der Endabrechnung „nur“ der dritte Platz war, die Genugtuung, dem Meister die einzige Saisonniederlage zugefügt zu haben, war groß. Insgesamt können die SG-Turner mit dem Saisonergebnis zufrieden sein, zumal die vielen Ausfälle, gerade zu Beginn der Wettkämpfe, zum Verlust der meisterschaftsentscheidenden Gerätepunkte führten. „Andererseits führten diese Umstände zum erstmaligen Einsatz der Nachwuchsturner Koray Aktas, Tim Kestermann und Sven Schmitz“, bilanziert Trainer Ulrich Rickert. „Das bietet die beste Grundlage, um in der nächsten Saison wieder eine starke Coesfelder Mannschaft aufbieten zu können.“

Zufrieden mit einer starken Saison sind die Turner der SG Coesfeld 06: (vorne von links) Jari Aktas, Sebastian Hagenkötter, Marcel Baumeister, Eduard Krieger, Joachim Hillers, Ulrich Rickert, Manfred Dütting; hinten von links: Volker Kraft, Koray Aktas, Tobias Pütz, Vitali Züch, Tim Kestermann, Sven Schmitz, Winfried Wache (Heimkampfrichter).

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Coesfeld. Den Meistertitel haben sie knapp verpasst, aber eine beeindruckende Saison haben die Oberliga-Turner der SG Coesfeld 06 allemal hingelegt: Zwar reichte es letztlich "nur" zu Rang drei, aber beim Saisonfinale verpassten die Coesfelder dem neuen Meister TuS Leopoldshöhe die einzige Niederlage. In Bochum trafen sechs Mannschaften in drei unterschiedlichen Wettkämpfen aufeinander, um die letzten Meisterschaftspunkte zu erturnen. Für die Coesfelder war noch alles möglich. Dazu war jedoch ein Sieg über Tabellenführer TuS Leopoldshöhe Pflicht. Außerdem durften die Münsterländer maximal ein Gerät verlieren und waren zudem auf die Mithilfe des Zweitplatzierten, dem LDT Bochum, angewiesen. Der Gastgeber musste mindestens ein Gerät gegen den TV Wanheimerort abgeben. Allerdings fehlte Wanheimerort verletzungsbedingt der beste Einzelturner, so dass die Chancen auf ein Minimum schmolzen. Zusätzlich musste Marcel Baumeister den Wettkampf nach einer einwöchigen Zwangspause bestreiten. Dieser Umstand machte sich bereits im ersten Gerätedurchgang bemerkbar. Mit Schiene und dick bandagierten Fußgelenk zeigte Marcel eine bis zur Abschlussbahn hervorragende Übung. Doch die abschließende Akrobatikverbindung (Strecksalto vorwärts mit ganzer Schraube) konnte Marcel nicht in den Stand bringen. Auch die beiden guten Übungen von Jari Aktas (12,85 Punkte) und Eduard Krieger (14,15 Punkte) konnten die Geräteniederlage (41,45:39,80 Punkte) nicht verhindern. Am Pauschenpferd konterten die Coesfelder. Das Gerät gewannen sie mit 34,05:32,00. 12,85 Punkte bedeuteten für Sebastian Hagenkötter Bestnote am Zittergerät. Mit einem Vorsprung von lediglich 0,45 Punkten ging es an die Ringe. Hier zeigten die drei Coesfelder Akteure ihr ganzes Können. Jari Aktas (13,30 Punkte) und Eduard Krieger (13,60 Punkte) sorgten für eine optimale Ausgangsposition für den Gerätesieg. Hoch konzentriert ging Sebastian Hagenkötter an die Ringe und turnte bis zum Abgang eine fantastische Übung. Doch seinen Doppelsalto turnte er so hoch, dass er ihn nicht in den Stand bringen konnte. Trotz des Sturzes honorierten die Kampfrichter die Übung mit 13,95 Punkten (Tageshöchstwertung). Damit ging der dritte Gerätedurchgang mit 40,85:37,85 an die SG. Am Sprungtisch zeigten die Coesfelder trotz der Beschwerden von Marcel die beste Saisonleistung. Sämtliche Sprünge brachten sie in den sicheren Stand. Beim Wettkampfgegner wollten nicht alle Sprünge gelingen. Die von Trainer Ulrich Rickert einkalkulierte Geräteniederlage fiel dadurch mehr als gering aus - nur 0,10 Punkte betrug der Unterschied. Damit hatten die Ostwestfalen ihren zweiten Gerätesieg eingefahren. Am Barren überzeugten die Turner der SG 06 mit sehenswerten Übungen. Sebastian Hagenkötter (13,10 Punkte), Eduard Krieger (13,20 Punkte) und Volker Kraft (12,70 Punkte) erturnten den Gerätesieg mit 39,00:37,40. Vor dem letzten Gerätedurchgang führten die Coesfelder mit 4,90 Punkten. Dies war eine kleine Vorentscheidung um den Wettkampfsieg. Die Leopoldhöher hofften dennoch auf einen weiteren Geräteerfolg, um die Meisterschaft für sich zu entscheiden. ür die Coesfelder ging Vitali Züch als Erster ans Gerät. Bei seinem Flugteil musste er das Gerät unfreiwillig verlassen. Die hohen Abzüge spiegelten sich in der Wertung (8,75 Punkte) wider. Hoffnung keimte beim Wettkampfgegner auf. Joachim Hillers (10,8 Punkte) und Eduard Krieger, der gleichzeitig Tageshöchstwertung (12,75 Punkte) erturnte, hielten die Meisterschaftsentscheidung für Bochum oder Leopoldshöhe offen. Als letzter Coesfelder ging Volker Kraft ans Reck. Der an sich beste SG-Reckturner patzte beim schwierigen Adlerschwung und kam dadurch für den Rest seiner Übung vollends aus dem Tritt. Somit machte der letzte Turner des Wettkampfes aus Leopoldshöhe die Meisterschaft perfekt. Seine tadellos vorgetragene Übung wurde mit 12,20 Punkten belohnt. Damit hatten die Leopoldshöher ihr drittes Gerät (33,80:32,55) und trotz der Gesamtniederlage (224,20:220,55 für die SG) die Meisterschaft gewonnen.
 
Die Oberligamannschaft 2009
 

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